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Satzung

 
P R Ä A M B E L

Getragen von dem Gedanken einer geordneten und schnellen Hilfeleistung bei Feuersgefahr und bei sonstigen Unglücksfällen sowie bei öffentlichen, durch Naturereignisse verursachten Notständen, haben sich im Jahre 1878 etliche Bürger von Ehekirchen zur Bildung der Freiwilligen Feuerwehr Ehekirchen zusammengeschlossen.

 

Gemäß Ihrem Wahlspruch

,,Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr"

haben ihre Mitglieder seither in zahlreichen Einsätzen Leib und Leben, Hab und Gut ihres Nächsten vor Schaden bewahrt und gerettet.

 

Daneben haben sie sich aber auch dem kulturellen Leben ihrer Ortschaft verpflichtet gefühlt und sind somit ein fester Bestandteil des Dorflebens in Ehekirchen geworden.

 

Im Zuge der Neufassung des Bayerischen Feuerwehrgesetzes wurde auch die Satzung der Freiwilligen Feuerwehr Ehekirchen überarbeitet und soll nun von der Mitgliederversammlung neugefasst und beschlossen werden.

 

 

§ 1   Name, Sitz, Geschäftsjahr

 

1.    Der Verein führt den Namen „Freiwillige Feuerwehr Ehekirchen e.V."

2.    Der Verein hat seinen Sitz in Ehekirchen.

3.    Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.

4.    Der Verein ist in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Ingolstadt eingetragen.

 

 

§ 2   Vereinszweck

 

1.    Zweck des Vereins ist die Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Ehekirchen insbesondere durch die Werbung und das Stellen von Einsatzkräften. Dabei verfolgt er ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinn der §§ 51 bis 68 der Abgabenordnung.

 

2.    Der Verein ist selbstlos tätig: Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und auch keine sonstigen Zuwendungen aus Vereinsmitteln. Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

 

3.    Die Vereinsämter sind grundsätzlich Ehrenämter. Jedoch kann die Ausbezahlung von sog. steuerfreien Beträgen, im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten, erfolgen. Über den Erhalt und die Höhe der steuerfreien Beträge entscheiden die Mitglieder des Vorstandes.

 

 

§ 3   Mitglieder

 

1.    Mitglieder des Vereins können sein:

 

a.    aktive Mitglieder (Feuerwehrdienstleistende und Feuerwehranwärter),

b.    passive Mitglieder (ehemalige Feuerwehrdienstleistende),

c.    fördernde Mitglieder,

d.    Ehrenmitglieder.

 

2.    Zu den aktiven Mitgliedern zählen auch die Feuerwehranwärter. Personen, die aus dem aktiven Feuerwehrdienst ausscheiden, werden passive Mitglieder, sofern sie nicht aus dem Verein austreten.

 

3.    Fördernde Mitglieder unterstützen den Verein insbesondere durch besondere   finanzielle Beiträge oder besondere Dienstleistungen.

 

4.    Zu Ehrenmitgliedern können Personen ernannt werden, die sich als Feuerwehrdienstleistende oder auf sonstige Weise um das Feuerwehrwesen besondere Verdienste erworben haben. Näheres hierzu wird durch Beschluss der Mitglieder des Vorstandes geregelt.

 

 

§ 4   Erwerb der Mitgliedschaft

 

1.    Mitglied des Vereins kann jede Person werden, die das 12. Lebensjahr vollendet hat.

 

2.    Der Antrag zur Aufnahme in den Verein ist schriftlich beim Vorstand einzureichen. Minderjährige müssen die Zustimmung ihrer (ihres) gesetzlichen Vertreter(s) nachweisen.

 

3.    Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand. Er ist nicht verpflichtet, etwaige Ablehnungsgründe anzugeben. Erworben wird die Mitgliedschaft mit Aushändigung oder Übersendung einer schriftlichen Bestätigung darüber dass die Beitrittserklärung angenommen ist.

 

4.    Die Ernennung zum Ehrenmitglied erfolgt auf Vorschlag des Vorstandsvorsitzenden und auf Beschluss der Mitglieder des Vorstandes mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der erschienenen und abstimmenden Vorstandsmitglieder.

 

 

§ 5   Beendigung der Mitgliedschaft

 

1.    Die Mitgliedschaft endet

 

a.    mit dem Tod des Mitglieds,

b.    durch Austritt,

c.    durch Streichung von der Mitgliederliste,

d.    durch Ausschluss.

 

2.    Der Austritt ist nur dann wirksam, wenn er dem Vorstand gegenüber schriftlich erklärt worden ist.

 

3.    Ein Mitglied kann durch Beschluss des Vorstands von der Mitgliederliste gestrichen werden, wenn es trotz zweimaliger Mahnung mit der Erfüllung seiner Beitragspflicht im Rückstand ist.

Die Mahnung ist auch dann wirksam, wenn die Sendung als unzustellbar zurückkommt und mit eingeschriebenem Brief an die letzte dem Verein mitgeteilte Mitgliederanschrift gerichtet worden ist.

 

Die Streichung darf erst beschlossen werden, wenn seit der Absendung des zweiten Mahnschreibens drei Monate verstrichen sind. Dem Mitglied ist die Streichung schriftlich mitzuteilen.

 

4.    Ein Mitglied kann, wenn es gegen die Vereinsinteressen grob verstoßen hat, durch Beschluss des Vorstands aus dem Verein ausgeschlossen werden. Vor der Entscheidung ist dem Betroffenen unter Setzung einer angemessenen Frist von mindestens vier Wochen Gelegenheit zu geben, sich schriftlich oder persönlich gegenüber dem Vorstand zu rechtfertigen.

 

5.    Dem Betroffenen ist der Ausschluss schriftlich mitzuteilen. Gegen den Ausschluss steht ihm das Recht der Berufung an die Mitgliederversammlung zu. Die Berufung muss innerhalb einer Frist von einem Monat ab Zugang des Ausschlussbeschlusses beim Vorstand eingelegt sein. Ist die Berufung rechtzeitig eingelegt, hat der Vorstand sie der nächsten Mitgliederversammlung zur Entscheidung vorzulegen. Geschieht das nicht, gilt der Ausschlussbeschluss als nicht erlassen.

 

 

§ 6   Mitgliedsbeiträge

 

1.    Von den Mitgliedern wird ein Jahresbeitrag erhoben, dessen Höhe die Mitgliederversammlung festsetzt.

2.    Die unter § 3 Abs. 1 genannten Ehrenmitglieder sind von der Beitragsschuld befreit.

 

 

§ 7   Organe des Vereins

 

Organe des Vereins sind der Vorstand und die Mitgliederversammlung.

 

 

§ 8   Vorstand

 

1.    Der Vorstand besteht aus folgenden Vereinsmitgliedern:

 

a.    dem Vorsitzenden,

b.    dem stellvertretenden Vorsitzenden,

c.    dem Schriftführer,

d.    dem Kassenwart,

e.    dem Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr soweit er dem Verein angehört und nicht in eine Funktion gemäß Nummer a bis d gewählt wird,

f.     dem stellvertretenden Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr soweit er dem Verein angehört und nicht in eine Funktion gemäß Nummer a bis d gewählt wird,

 

2.    Die unter Absatz 1 Nr. a bis d genannten Vorstandsmitglieder werden von der Mitgliederversammlung auf sechs Jahre gewählt. Die Vorstandsmitglieder sind in geheimer Abstimmung zu wählen. Sofern aus den Reihen der Mitgliederversammlung keine Einwände bestehen, können diese aber auch in offener Abstimmung gewählt werden.

 

3.    Die Vorstandsmitglieder bleiben auch nach dem Ablauf ihrer Amtszeit bis zur Neuwahl im Amt.

 

4.    Außer durch Tod erlischt das Amt eines Vorstandsmitglieds mit dem Ausschluss aus dem Verein, durch Amtsenthebung und Rücktritt. Die Mitgliederversammlung kann jederzeit den gesamten Vorstand oder einzelne seiner Mitglieder ihres Amtes entheben. Die Vorstandsmitglieder können jederzeit schriftlich ihren Rücktritt erklären.

 

5.    Zur Regelungen von Aufgaben, die die Belange der aktiven Angehörigen der Feuerwehr betreffen, können die gewählten Vertreter der aktiven Mannschaft der Feuerwehr (Vertrauensmann) zur Anhörung und Mitbestimmung hinzugezogen werden.

 

 

§ 9   Zuständigkeit des Vorstands

 

1.    Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten des Vereins zuständig, die nicht durch diese Satzung anderen Vereinsorganen vorbehalten sind. Er hat vor allem folgende Aufgaben:

 

a.    Vorbereitung der Mitgliederversammlungen und Aufstellung der Tagesordnung

b.    Einberufung der Mitgliederversammlung

c.    Vollzug der Beschlüsse der Mitgliederversammlung

d.    Verwaltung des Vereinsvermögens

e.    Erstellung des Jahres- und Kassenberichts

f.     Beschlussfassung über Aufnahme, Streichung und Ausschluss von Vereinsmitgliedern

g.    Beschlussfassung über die Ernennung zum Ehrenmitglied

 

2.    Der Vorsitzende oder der stellvertretende Vorsitzende vertritt zusammen mit einem weiteren Mitglied des Vorstands den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Rechtsgeschäfte mit einem Betrag über 300,- Euro sind für den Verein nur verbindlich, wenn der Vorstand zugestimmt hat.

 

 

§ 10   Sitzung des Vorstands

 

1.    Für die Sitzung des Vorstands sind die Mitglieder vom Vorsitzenden, bei seiner Verhinderung vom stellvertretenden Vorsitzenden, rechtzeitig, jedoch mindestens eine Woche vorher einzuladen. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens drei Mitglieder anwesend sind. Der Vorstand entscheidet mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden bzw. des die Sitzung leitenden Vorstandsmitglieds.

 

2.    Über die Sitzung des Vorstands ist ein Protokoll aufzunehmen. Die Niederschrift soll Ort und Zeit der Vorstandssitzung, die Namen der Teilnehmer, die Beschlüsse und das Abstimmungsergebnis enthalten.

 

 

§ 11   Kassenführung

 

1.    Die zur Erreichung des Vereinszwecks notwendigen Mittel werden insbesondere aus Beiträgen und Spenden aufgebracht. Die Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.

 

2.    Der Kassenwart hat über die Kassengeschäfte Buch zu führen und eine Jahresrechnung zu erstellen. Zahlungen dürfen nur aufgrund von Auszahlungsanordnungen des Vorsitzenden oder - bei dessen Verhinderung - des stellvertretenden Vorsitzenden geleistet werden.

 

3.    Die Jahresrechnung ist von zwei Kassenprüfern, die jeweils auf die Dauer von sechs Jahren gewählt werden, zu prüfen. Sie ist der Mitgliederversammlung zur Genehmigung vorzulegen.

 

 

§ 12   Mitgliederversammlung

 

1.    Die Mitgliederversammlung ist für folgende Angelegenheiten zuständig:

 

a.    Entgegennahme des Jahres- und Kassenberichts, Genehmigung der Jahresrechnung, Entlastung

       des Vorstands,

b.    Festsetzung der Höhe des Jahresbeitrags,

c.    Wahl und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und der Kassenprüfer,

d.    Beschlussfassung über Änderungen der Satzung und über die Auflösung des Vereins

e.    Beschlussfassung über die Berufung gegen einen Ausschlussbeschluss des Vorstands

 

2.    Die ordentliche Mitgliederversammlung findet jährlich mindestens einmal statt. Außerdem muss die Mitgliederversammlung einberufen werden, wenn das Interesse des Vereins es erfordert oder wenn die Einberufung von einem Fünftel der Mitglieder unter Angabe des Zwecks und der Gründe vom Vorstand schriftlich verlangt wird.

        

3.    Jede Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden, bei seiner Verhinderung vom stellvertretenden Vorsitzenden, unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen durch Bekanntgabe im Amtsblatt der Gemeinde Ehekirchen und durch Aushang in den vereinseigenen Schaukästen einberufen. Die Frist beginnt mit dem Tag der Absendung der Einladung an die dem Verein zuletzt mitgeteilte und bekannte Mitgliederanschrift. Dabei ist die vorgesehene Tagesordnung mitzuteilen.

        

4.    Jedes Mitglied kann bis spätestens drei Tage vor dem Tag der Mitgliederversammlung beim Vorsitzenden schriftlich beantragen, dass weitere Angelegenheiten nachträglich auf die Tagesordnung gesetzt werden. Über Anträge auf Ergänzung der Tagesordnung, die erst in der Versammlung gestellt werden, beschließt die Mitgliederversammlung.

 

 

§ 13   Beschlussfassung der Mitgliederversammlung

 

1.    Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden, bei seiner Verhinderung vom stellvertretenden Vorsitzenden oder einem anderen Vorstandsmitglied geleitet. Bei Wahlen kann die Versammlungsleitung für die Dauer des Wahlgangs und der vorhergehenden Aussprache einem Wahlausschuss übertragen werden.

 

2.    In der Mitgliederversammlung ist jedes Mitglied stimmberechtigt Beschlussfähig ist jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ohne Rücksichtig auf die Zahl der erschienenen Mitglieder.

 

3.    Soweit die Satzung nichts anderes bestimmt, entscheidet bei der Beschlussfassung die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen; Stimmenthaltungen bleiben außer Betracht. Zur Änderung der Satzung und zur Auflösung des Vereins ist eine Mehrheit von drei Viertel der abgegebenen Stimmen erforderlich.

 

4.    Die Art der Abstimmung wird grundsätzlich vom Vorsitzenden als Versammlungsleiter festgesetzt. Die Abstimmung muss jedoch geheim durchgeführt werden, wenn ein Fünftel der erschienen Mitglieder dies beantragt.

 

5.    Über den Verlauf der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll aufzunehmen, das vom Vorsitzenden und vom Schriftführer zu unterzeichnen ist. Die Niederschrift soll Ort und Zeit der Versammlung, die Zahl der erschienenen Mitglieder, die Person des Versammlungsleiters, die Tagesordnung, die Beschlüsse, die Abstimmungsergebnisse und die Art der Abstimmung enthalten. Waren in der Mitgliederversammlung mehrere Vorsitzende tätig, unterzeichnet der letzte Versammlungsleiter die ganze Niederschrift.

 

6.    Die/der Vorsitzende kann weitere Personen, Behörden und Organisationen einladen und ihnen in der Versammlung das Wort erteilen.

 

 

§ 14 Vertrauensleute

 

1.    Die Vertrauensleute haben die Aufgabe, den aktiven Angehörigen der Feuerwehr bei der Lösung persönlicher Probleme, die im Zusammenhang mit dem Feuer­wehrdienst entstehen, behilflich zu sein. Sie sind gewählte Vertreter der aktiven Mitglieder gegenüber dem Vorstand und dem Kommandanten.

 

2.    Die Vertrauensleute müssen aktives Mitglied des Vereins sein.

 

3.    Die Anzahl der Vertrauensleute wird durch den Vorstand bestimmt.

 

4.    Die Vertrauensleute werden durch die aktiven Mitglieder der Feuerwehr im Rahmen der Mitgliederversammlung, auf die Dauer von zwei Jahren in geheimer Wahl gewählt.

 

 

§ 15   Ehrungen

 

An Personen, die sich im Feuerwehrdienst oder auf andere Weise besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen erworben haben, kann

 

a)    eine besondere öffentliche Belobigung ausgesprochen werden,

b)    die Ehrenmitgliedschaft des Vereins verliehen werden.

 

 

§ 16   Auflösung des Vereins

 

Die Auflösung des Vereins kann nur in einer zu diesem Zweck einberufenen Mitgliederversammlung beschlossen werden. Bei Auflösung des Vereins, bei Entziehung oder Verlust seiner Rechtsfähigkeit oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an die Gemeinde Ehekirchen, die es unmittelbar und ausschließlich für das Feuerwehrwesen zu verwenden hat.

 

 

Die Satzung tritt am  01.04.2011 in Kraft.

 

Diese Satzung wurde in der Mitgliederversammlung vom 12.03.2011 einstimmig von 59  anwesenden Mitgliedern beschlossen.

 

Die Satzung wird der Gemeinde Ehekirchen, dem Finanzamt Ingolstadt zur Überprüfung der Gemeinnützigkeit und dem Registergericht Ingolstadt zur Eintragung in das Vereinsregister vorgelegt.

 

Für die Richtigkeit der vorstehenden Angaben.

 

EHEKIRCHEN, DEN 13.03.2011

 

Michael Köglsperger                                                    

1. Vorsitzender                                                             

Freiwillige Feuerwehr Ehekirchen        

                       

Andreas Axtner

2. Vorsitzender

Freiwillige Feuerwehr Ehekirchen

 

 

  

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